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Nachricht vom 04.04.2011

Zehn Inhalte eines überzeugenden Businessplans

04.04.2011

Checkliste

Zehn Inhalte eines überzeugenden Businessplans

Wenn Sie Banker oder Geschäftspartner von Ihrer Idee überzeugen wollen, dann benötigen Sie einen Businessplan, der sorgfältig durchdacht sein sollte.
Konrad Zipperlen von der Industrie- und Handelskammer München zufolge gibt es keine verbindlichen Regeln für einen Businessplan, schreibt das Portal impulse-gruenderzeit.de. Jedoch habe sich folgender Aufbau bewährt:

1. Zusammenfassung
Volle Konzentration beim ersten Kapitel: Auf nur einer oder maximal zwei Seiten erläutern Sie die entscheidenden Punkte des Vorhabens.

Dazu gehören eine Kurzbeschreibung des Produkts, der Kundennutzen, die anvisierte Zielgruppe, die Kompetenz des Gründerteams, der Investitionsbedarf, die gewählte Rechtsform und die angestrebte Rendite für die ersten Jahre. Technologieorientierte Firmen sollten darauf achten, dass auch Branchenfremde die Zusammenfassung verstehen können.

2. Die Geschäftsidee
In diesem Abschnitt schildern Sie die Basis ihres Unternehmens. Beantworten Sie die Frage: "Was möchte ich tun?" Die Antwort beschreibt das Produkt- und Leistungsprofil, die Erfolgsfaktoren, die geplante Marktstrategie.

Das Kapitel enthält außerdem Angaben zu Firmennamen, Standort, Rechtsform und Firmenstruktur. Außerdem sollten die Unternehmensziele für die kommenden drei bis fünf Jahre formuliert werden.

3. Das Produkt
Hier beschreiben Sie ausführlich das Produkt oder die Dienstleistung. Dazu gehören Aussagen zum technischen Entwicklungsstand, zur Patent- und Lizenzsituation und zur Preisstruktur. Ganz wichtig ist das Alleinstellungsmerkmal, wie sich also das neue Angebot von bestehenden abhebt.

4. Der Markt
An dieser Stelle stehen die wichtigsten Erkenntnisse über Branche und Markt: Wer sind die angestrebten Kunden? Wie viel Einkommen steht ihnen zur Verfügung und wie steht es um ihre Zahlungsmoral? Wer sind die wichtigsten Wettbewerber und welche Strategie verfolgen sie? Welche allgemeinen Faktoren beziehungsweise aktuellen Trends beeinflussen die Branchenentwicklung?

5. Das Marketing
Anhand einer überzeugenden Markteintrittsstrategie sollten Sie erläutern, welchen Zeitplan Sie verfolgen und wie Sie den ersten Kunden gewinnen wollen. Nennen Sie auch Referenzkunden.

Außerdem benötigen Sie ein schlüssiges Absatzkonzept: Über welchen Vertriebskanal soll das Produkt verkauft werden, und wie sieht eine angemessene Preisgestaltung aus?

6. Das Team
Die meisten Leser wenden sich nach der Lektüre des ersten Punkts ("Zusammenfassung") gleich diesem Kapitel zu: Hier werden die beruflichen Erfahrungen und bisherigen Erfolge der Gründer und Mitarbeiter erklärt sowie die Verantwortlichkeiten im Unternehmen.

Ebenfalls Bestandteil dieses Abschnitts: die Personalplanung für die nächsten drei bis fünf Jahre.

7. Die Chancen und Risiken
Beschreiben Sie hier, wie Sie auf künftige Veränderungen reagieren wollen und wie sich positive und negative Ereignisse auf die Firmenentwicklung auswirken könnten. Damit zeigen Sie Verantwortungsgefühl.

Entwerfen Sie zwei Szenarien: ein Best-Case, das alle Erwartungen erfüllt, und ein Worst-Case, dem ungünstigsten zu erwartenden Fall. Begründen Sie Ihre Angaben und arbeiten Sie mit belegbaren Zahlen und Fakten.

8. Die Planung
In diesem Kapitel beweisen Sie, dass Ihr Geschäftskonzept rentabel ist. Erfassen Sie zunächst in der Investitions- und Abschreibungsplanung alle größeren Anschaffungen der kommenden drei bis fünf Jahre. Beschreiben Sie dann den Kapitalbedarf und die jährlichen Abschreibungen.

Im Liquiditätsplan listen Sie alle erwarteten Ausgaben und Einnahmen auf: für das erste Geschäftsjahr eine Monatsaufstellung, für die Jahre danach eine Aufschlüsselung nach Quartalen (zweites und drittes Geschäftsjahr) beziehungsweise nach Halbjahren (viertes und fünftes Geschäftsjahr).

Anschließend erstellen Sie eine Gewinn- und Verlustrechnung, die über die voraussichtliche Entwicklung der Umsätze, Aufwendungen und Erträge informiert. Eine zusätzliche fundierte Liquiditätsvorschau zeigt Zahlungsströme und -fähigkeit für die kommenden Jahre an.

9. Der Finanzbedarf
Hier ordnen Sei die einzelnen Finanzierungsposten den geeigneten Kapitalgebern zu. Es kommt auf die richtige Mischung an, denn Sie rechnen mit dem Eigenkapital Ihres Teams und mit dem benötigten Fremdkapital. Kurzfristig benötigte Investitionen können mit Kontokorrent- oder Lieferantenkrediten überbrückt werden.

Für langfristige Finanzierungen eignen sich Darlehen und Fördermittel. Denken Sie auch an eine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben. Beachten Sie die finanzielle Mehrbelastung nach der tilgungsfreien Zeit etwa einer KfW-Förderung.

10. Der Anhang
Den Business-Plan vervollständigt Ihr tabellarischer Lebenslauf. Er gibt einen Überblick über Ihre wichtigsten beruflichen Stationen. Fügen Sie Produktfotos und -skizzen, Patente, Referenzen, Studien und Gutachten hinzu, die Ihre Persönlichkeit sinnvoll unterstützen.

Quelle: http://www.mittelstanddirekt.de/

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